Leseprobe! Scavengers 5 – Das Erbe der Drachentochter

Hallo.

Die Leseprobe stellt einen kaiserlichen Captain vor. Der Gegenspieler der Reekan – Crew und speziell von Skyra Greyfield.

Die Jäger

Brix Alderman war ein Mustersoldat. Er war groß, athletisch und besaß einen wachen Verstand, dem seine grüngrauen Augen Ausdruck verliehen. Er stammte aus einer Familie, die seit Generationen die besten Kämpfer des Imperiums stellten. Als Jahrgangsbester einer traditionsreichen Akademie, standen hm sämtliche Türen offen. Nach einer kurzen Zeit in der Flotte, bei der er sämtliche Sprossen der Karriereleiter in Windeseile genommen hatte, stand er bald im Zentrum der Aufmerksamkeit, des Flottenkommandos. Allerdings war es Raynand Skorw, der Chef der Behörde für Altertümer, der nicht gezögert hatte und an den jungen Mann herangetreten war um ihm ein Kommando zu übertragen.
Zu anfangs zögerte Alderman, die Stelle anzunehmen. Er war schließlich Captain einer Fregatte, samt Kampfverband, und es schwebte ihm vor sich einen Namen in den Schachten zu machen, die noch geschlagen werden mussten. Angestellter einer Behörde zu werden, war das letzte, wonach ihm der Sinn stand, bis Skorw ihm die vielfältigen Aufgaben der Behörde vor Augen geführt hatte. Jetzt gebot Aldermann über eine kleine, aber schlagkräftige Flotte modernster Kampfschiffe. Insgesamt fünf kleine Zerstörer, von denen ihm einer als Komandoschiff diente. Er hieß Sirgan, und war, wie alle seine Schiffe, mit einem Tarnfeldgenerator ausgerüstet. Womit er gegen die imperiale Verfassung verstieß, die seine Schiffe damit zu einer heimtückischen Angriffswaffe machten. Aber der Kaiser wusste davon und hatte offenbar nicht vor, die nominelle Republik über das Vorhandensein dieser kleinen Flotte zu informieren. Warum sollte er Brix Alderman auch Steine in den Weg legen. Einem Captain, der bedeutende Anführer der Scavenger zur Strecke gebracht, oder sie der kaiserlichen Gerichtsbarkeit übergeben hatte. Alderman konnte eigentlich stolz auf sich sein, doch je größer der Erfolg war, umso trübsinniger und ärgerlicher wurde er. Da er im Geheimen arbeitete und die Existenz seines Geschwaders eher der einer Gespensterflotte, als einer ruhmreichen Kampfeinheit glich, hielt sich seine Freude, über die Ehrungen des Kaisers in Grenzen. Er hatte sich nie für eine Diva gehalten, die ein Publikum brauchte, vor dem sie sich präsentieren konnte. Er wurde es nie müde, Äußerungen seiner Kameraden auf der Akademie, die in diese Richtung gingen, als Unsinn abzutun. Aber er musste sich mehr und mehr eingestehen, dass sie in ihrer Einschätzung richtig lagen und es ihm bezüglich seiner Schwächen an gesunder Selbsteinschätzung fehlte.
Wie auch immer, überlegte Brix Alderman. Ich muss alles dafür tun, dass dieser Charakterzug nicht meine ganze Arbeit zunichtemacht. Dass mich der Verzicht auf Orden und Anerkennung nicht zu einem verbitterten unzufriedenen Idioten werden lässt. Einem Narren, dessen Gram ihm seiner Fähigkeiten beraubt, bis nichts weiter von ihm übrig ist, als eine lächerliche Witzfigur. Einer Zielscheibe für allerlei Spott und Hohn. Er kannte derartige Beispiele aus seiner eigenen Familie. Seinen Onkel Tarak Alderman, den alle nur den “Zweiten“ nannten, weil es ihm nie gelungen war, ganz alleine etwas Bedeutendes zu vollbringen. Immer gab es jemanden, der ihm den Ruhm vor der Nase wegschnappen konnte und ihn auf den zweiten Platz verwies. Er war eine dieser Witzfiguren, auf die selbst Jene herabblickten, die sehr viel weniger zustandegebracht hatten. Brix Onkel war mittlerweile ein untersetzter, pausbäckiger Mann. Ein Kahlkopf, der bei jedem nur erdenklichen Anlass seine Uniform anzog und sie so sehr mit Orden behängte, dass man befürchten musste, der Stoff könnte unter der Last zerreißen. Die Medaillen klimperten und klirrten, wenn er sich in Bewegung setzte. Kettenhemd war eine weitere Bezeichnung, die man ihm deshalb verliehen hatte. Dabei war er früher einmal so wie Brix gewesen. Ehrgeizig, gut aussehend und erfolgreich.
An der Türe zu Aldermans Quartier leuchtete ein Lämpchen auf, begleitet von einem hellen Signalton. Brix schaltete die Hologramme ab, die über der Tischplatte kreisten und ein paar neue Schiffstypen der kaiserlichen Flotte zeigten. Eine leichtes Tasten seiner Finger über die Sensoren unter dem Glas und die Türflügel glitten beiseite. Eine junge Frau trat ein. Dunkelhaarig, nicht sehr groß, schlank, mit dunklem Teint und beinahe schwarzen Augen.
„Juliana“, begrüßte Brix seine Nachrichtenoffizierin. „Waren wir erfolgreich?

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